Die Berufsfindung ist ein anspruchsvoller Prozess für Jugendliche. Die Sekundarschule Arlesheim-Münchenstein unterstützt und begleitet sie in diesem Prozess mit verschiedenen Angeboten an den beiden Schulstandorten. LIFT stellt neben dem schulinternen BIZ, dem BV-Coaching und der BWB ein weiteres Angebot dar.

 

Verantwortliche

Herr Philipp Studer: WAP Koordination / Modulkurse
Frau Michèle Finance: Modulkurse

Frau Marinka Hennecke: Modulkurse

 

Ziele und Kompetenzen
Das Berufsintegrationsprojekt LIFT verfolgt das Ziel, die Jugendlichen beim Übergang von der Sekundarschule in die Berufswelt zu unterstützen. LIFT unterstützt die Sensibilisierung und die Qualifizierung der Jugendlichen für die Arbeitswelt bereits ab der ersten Sekundarstufe. Ein Kernelement dabei sind wöchentliche Kurzeinsätze an den Wochenarbeitsplätzen (WAP). In ergänzenden Trainingsmodulen werden gezielt jene Kompetenzen gefördert, die in der Arbeitswelt wichtig sind. Die Jugendlichen sind auf ihre Einsätze vorbereitet und werden während der gesamten Projektdauer von drei Jahren begleitet.

 

Zielgruppe

Die Jugendlichen

  • sind in einer Regelklasse oder in einer Kleinklasse integriert und können knapp dem Lernziel der Klasse folgen oder haben allenfalls in einzelnen Fächern angepasste Lernziele.
  • erhalten aufgrund mangelnder Ressourcen keine Unterstützung durch das familiäre Umfeld bezüglich der Berufsfindung (Eltern sprechen kein Deutsch, Eltern stossen selber an Grenzen in der Bewältigung des Alltags usw.) und haben Schwierigkeiten im Bereich Arbeitsorganisation.
  • zeigen Auffälligkeiten im Sozial- und Arbeitsverhalten.
  • mit durchschnittlichen Schulleistungen fallen in der Klasse auf wegen mangelnden Selbstwerts, Schüchternheit oder fehlender Integrationsfähigkeit.
  • können sich kommunikativ schlecht ausdrücken.

 

Modulkurse

Im Rahmen der Modulkurse, welche in den Räumlichkeiten des Jugendhauses Münchenstein stattfinden, erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen mit sich selber und ihrem Gegenüber zu beschäftigen und sich auf Arbeitswelt und Berufswahl vorzubereiten. Die Modulkurse finden während einer Lektion pro Woche (allenfalls alle zwei Wochen zwei Lektionen) statt. Die Jugendlichen werden für diese Zeit vom regulären Unterricht dispensiert.

 

Wochenarbeitsplatz (WAP)
Am Wochenarbeitsplatz erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen erste praktische Berufserfahrungen zu sammeln. Dies bedingt, dass die Betreuungsperson am WAP die Zielsetzung von LIFT kennt und sich bewusst ist, dass sie es mit anspruchsvollen Jugendlichen zu tun hat. Ziel ist, dass die Jugendlichen bis zum Ende des WAP-Einsatzes im Rahmen ihrer Möglichkeiten Fortschritte machen. Es kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass sie bereits am Anfang über alle Kompetenzen verfügen, die in der Berufswelt erforderlich sind. Der Arbeitgeber des WAP muss deshalb bereit sein mit Jugendlichen zu arbeiten, die in einem Lernprozess sind und die Anforderungen für die Berufswelt noch nicht erfüllen. Im Zentrum steht, dass die Jugendlichen ein Übungsfeld bekommen, wo sie aus ihren Fehlern lernen dürfen. Die alle drei Monate erstellte WAP-Beurteilung zeigt den Jugendlichen auf, in welchen Bereichen sie sich kontinuierlich verbessern und wo noch Handlungsbedarf angezeigt ist. Das Arbeitszeugnis ist zudem eine wertvolle Beilage zu den Bewerbungsschreiben. Ziel ist, dass durch Erfolgserlebnisse in der praktischen Tätigkeit die Motivation der Jugendlichen gesteigert werden kann und ein Übertritt in Lehre- und Arbeitswelt ermöglicht wird.

 

Begleitung während der Bewerbungsphase (Lehrstellencoaching)

Die Jugendlichen werden während der Bewerbungsphase unterstützt, falls die Begleitung nicht durch die Klassenlehrperson oder die Eltern gewährleistet ist bzw. eine intensive Begleitung notwendig ist.